Pfarre Am Tabor

Auferstehung Christi

Pfarre Am Tabor

Auferstehung Christi

Sommer

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Ein Sonnenstrahl reicht hin, um viel Dunkel zu erhellen. (Franz von Assisi)
 

Buchpräsentation

Einladung Erneuerung

Fronleichnam und 9. Sonntag im Jahreskreis

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Christliche Identitätsmerkmale sind Kirchtürme und das Läuten der Kirchen­glocken. Wo am Sonntag zum Gottesdienst geläutet wird, dort ist das Christentum daheim. Was für Juden der Sabbat ist, ist für Christen der Sonntag. Bezieht sich das Judentum mit dem Sabbat auf Schöpfung und Exodus, so das Christentum auf Christi Auferstehung. Das Ruhegebot des Sabbats wurde für den Sonntag übernommen.

Soll es in unserer modernen Welt weiterhin den jüdischen Sabbat und den christlichen Sonntag geben? Wenn ja, warum? Als Tag der Gemeinschaft in der Familie und mit Freunden? Als Tag der Erholung und des Ausruhens? Als Tag für Gott? Es ist sozialpolitisch und gesellschaftspolitisch spannend und revolutionär, wie die Bibel dieses Riesengeschenk an die ganze Menschheit begründet.
Dtn 5,12–15






GOTTESDIENSTE UND TERMINE 28. Mai bis 3. Juni 2018

Mo 28.5. 8 00 Uhr Frühmesse
9 00 Uhr Bastelrunde
15 00 Uhr Pensionistenrunde
18 30 Uhr Maiandacht

Di 29.5. 10 00 Uhr Tanzen ab der Lebensmitte (im Pfarrcafe)
17.40 Uhr Rosenkranz
18.30 Uhr Abendmesse
19 30 Uhr Dekanatskonferenz

Mi 30.5. 8.00 Uhr Frauen- und Müttermesse
9 00 Uhr Frauentreff
14 45 Uhr Kindertanzen

Do 31.5. Fronleichnam
9 00 Uhr Hl. Messe
15 00 Uhr Familienheuriger in Schwechat (Kellerberg)

Fr 1.6. 8 00 Uhr Frühmesse
16 00 Uhr Caritas-Sprechstunde

Sa 2.6. 8 00 Uhr Frühmesse

So 3.6. 9. Sonntag im Jahreskreis
9.00 Uhr Hl. Messe

Dreifaltigkeitssonntag

Im Glaubensbekenntnis bekennen und glauben wir Christen "an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigem … an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn ... eines Wesens mit dem Vater" und "an den Heiligen Geist ...‚ der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht". Bis heute behaupten manche Christen und Theologen, dass der christliche Glaube an den drei-einigen Gott der jüdischen Gottesvorstellung an Tiefe und Differenziertheit überlegen sei. Der Dreifaltigkeitsglaube gilt leider vielen als Beleg für die Überlegenheit des Christentums.
Ist das wirklich so?

In der Bibel findet man die Lehre vom drei-einigen Gott (Trinitätslehre) nicht. Biblisch ist die Überzeugung allgemein, dass Gottes Wesen unfassbar ist, nur in Bildern angedeutet werden kann, und dass besser nur von den Taten Gottes die Rede sein sollte.
Jesus wird im Neuen Testament immer wieder als Sohn Gottes bezeichnet.
Was bedeutet dass?
Gott spricht und handelt durch Jesus. Im Hebräerbrief steht es so: "Vielfältig und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; am Ende dieser Tage hat er zu uns gesprochen durch den Sohn" (Hebr 1,1-2). Jesus "ist das Bild des unsichtbaren Gottes" (Kol 1,15) und dessen Mensch gewordenes Wort (Joh 1,1): "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" (Joh 1,14). Das Johannesevangelium ist ein Streitschrift einer jüdischen Gemeinde um die Frage, wo der Ort der "Einwohnung Gottes" (Schechina) ist und beantwortet diese Frage mit seinem Bekenntnis zu Jesus.

In nachbiblischer Zeit wurde die Entwicklung der Trinitätslehre notwendig, und zwar im Streit mit der Weltanschauung der Gnosis, die in der Antike weit verbreitet war. Die Gnosis lehrte, dass die Erde mit all ihren Unvollkommenheiten von einem bösen Schöpfergott erschaffen wurde, und dass nur ein Erlösergott die Menschen zur Erkenntnis (= Gnosis) ihrer wahren geistigen Natur führen könnte. Die Gnostiker neigten dazu, den Gott Israels mit diesem bösen Schöpfergott zu identifizieren und sich Christus als Befreier von diesem Gott vorzustellen. Manchen Christen schien diese Sichtweise durchaus attraktiv, aber sie hätte Jesu unbedingte Treue zum Gott Israels, Jesu Judesein, seine Verwurzelung in der Tora und ihrem Gerechtigkeitsdenken bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Worum es Jesus ging, wäre nicht mehr erkennbar gewesen.
Darum formulierten frühe christliche Theologen, dass der Vater, der Sohn und der Geist untrennbar eins seien. In ihren Anfängen war die Trinitätslehre also keine Spekulation über das Wesen Gottes, sondern ein Bekenntnis der Treue zum Gott Israels und zu den jüdischen Wurzeln des Jesus Glaubens.

Erst im 3. bis 5. Jahrhundert formulierten die Kirchenväter diese Lehre mit Hilfe griechisch-philosophischer Kategorien wie "ein Gott in drei Personen" (= personae/hypostaseis/Wirkweisen). Aus dem Bekenntnis wurde so unter der Hand eine Ontologie, eine Lehre vom Sein Gottes, die dem Eindruck Vorschub leistete, man
wüsste hier etwas, was andere Religionen nicht wissen. Aus dem Bemühen um geschichtlichen Zusammenhalt mit dem Judentum wurde ein neues Abgrenzungskriterium. Und aus dem Sohn Gottes wurde — nicht zufällig in der Zeit, als das Christentum Staatsreligion wurde — Christus als Beherrscher des Kosmos ("Kosmokrator").

Christen tun gut daran, sich zu erinnern, dass die Trinitätslehre anfänglich der Versuch war, die Verbindung zu Israel und seinem Gott nicht zu zerstören. Die frühen christlichen Theologen drückten das mithilfe von Sätzen aus, die das biblische Denken in philosophische Kategorien übersetzten, welche Juden nicht mitsprechen würden. Insofern markiert die christliche
Lehre von der Dreifaltigkeit präzise das Verhältnis zwischen Christentum und Judentum: Die Sätze, die das Christentum untrennbar mit dem Gott Israels verbinden, sind zugleich Sätze, die es vom Judentum unterscheiden.

(gefunden in Von Abba bis Zorn Gottes, Irrtümer aufklären - das Judentum verstehen)



GOTTESDIENSTE UND TERMINE 21. bis 27. Mai 2018

Mo 21.5. Pfingstmontag
9.00 Uhr Hl. Messe

Di 22.5. 10.00 Uhr Tanzen ab der Lebensmitte (im Pfarrcafe)
17.40 Uhr Rosenkranz
18.30 Uhr Abendmesse

Mi 23.5. 8.00 Uhr Frauen- und Müttermesse
9.00 Uhr Frauentreff
14.45 Uhr Kindertanzen

Do 24.5. 8.15 Uhr Schulgottesdienst der Volksschule Vereinsgasse
16.00 Uhr Grätzlchor
17.40 Uhr Rosenkranz
18.30 Uhr Vesper und Eucharistie

Fr 25.5. 8.00 Uhr Frühmesse
19.00 Uhr Lange Nacht der Kirchen

Sa 26.5. 8.00 Uhr Frühmesse

So 27.5. Dreifaltigkeitssonntag, Wallfahrt
9.00 Uhr Hl. Messe

Wallfahrt am 27.5.2018
nach Klein Mariazell

Preis: € 21,-
Abfahrt: 8:00 Uhr
Rückkehr:
19:30 Uhr

Pfingsten

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Die Taube signalisiert die Nähe Gottes zu den Menschen: Eine Taube zeigt Noah, dass die Sintflut ein Ende hat; bei der Taufe Jesu symbolisiert sie den Geist Gottes. So ist die Taube zum Zeichen geworden für den Heiligen Geist, obwohl von Tauben in der Pfingstgeschichte keine Rede ist. Sturm und Feuerzungen symbolisieren die Kraft des Geistes, die Taube die Geborgenheit, die er schenkt.

Ursprung des Pfingstfestes

Es ist schon auffallend, dass wir die Lesungen am Pfingstfest nicht mehr mit ihrem Ursprung im Verbindung setzten. Wir denken sooft, vielleicht zuoft, dass Hörwunder, Sprachenwunder oder Flammenwunder nur in der Apostelgeschichte vorkommen oder gar nur in dieser Zeit etwas besonderes waren. In frühjüdischen und rabbinischen Quellen aber begegnen uns häufig solche Mirakel und sie sind verbunden mit dem Geschehen am Gottesberg Sinai. Die Tradition Rabbi Jochanans (ca. 250–290 n. Chr.), die aber wohl ältere Traditionen aufgreift, erzählt vom Empfang der Tora (die fünf Bücher Mose) am Sinai: «Die Stimme ging aus und teilte sich in 70 Stimmen nach den 70 Sprachen, damit alle Nationen sie vernehmen sollten. Jede Nation hörte die Stimme in der Sprache ihrer Nation.» Freilich gehen diese Traditionen auf die eindrucksvollen Erzählungen vom Sinai selbst zurück (z. B. Ex 19,18 f). Diesen Teil der Bibel lesen wir am Vorabend des Festes. Lukas scheint diese Traditionen gekannt zu haben. Er verknüpft diese Tradition mit dem Pfingstgeschehen und markiert die Erfahrung des Geistes Gottes der Jerusalemer Urgemeinde als Aktualisierung der Tora-Gabe am Sinai. Die Kirche, also fällt nicht vom Himmel! Die Geburt der Kirche ist Zweifels ohne an die Urerfahrung Israels mit der Tora gebunden.
Die weiteren Lesungen am Pfingsten bauen nochmals neue, kreative Brücken. Ezechiel 36 (Pfingstmontag) verheisst ein neues Herz und einen neuen Geist (Ez 36,26), und Ezechiel 37 (wiederum Vorabend) erzählt sinnbildhaft von der lebensstiftenden, schöpferischen, göttlichen Kraft des Geistes, für die nicht einmal der Tod Grenzen ziehen kann. Als Psalmlesungen sind das Schöpfungslied in Psalm 104 sowie das völkerverbindende Loblied in Psalm 117 vorgesehen. Die neutestamentlichen Lesungen lassen dann Paulus zu Wort kommen: Römer 8,22–27 (Vorabend) stellt erneut Bezüge zur Schöpfung her, aber auch zum Geist, der sich als göttliche Erstlingsgabe unserer menschlichen Schwachheit annimmt.
Die Lesungen am Pfingstfest bieten uns die grosse Chance aufzuzeigen, wie sehr der Empfang des Geistes Gottes, den wir oft als spezifisch christlich-kirchlich verstehen, in der kostbaren Erfahrung Israels mit der Tora wurzelt. Wenn das gelingt, wiederholt und aktualisiert sich das Jerusalemer Sprachenwunder einmal mehr.


GOTTESDIENSTE UND TERMINE 14. bis 20. Mai 2018
Mo 14.5. 8.00 Uhr Frühmesse
9.00 Uhr Bastelrunde
18.30 Uhr Maiandacht

Di 15.5. 10.00 Uhr Tanzen ab der Lebensmitte (im Pfarrcafe)
17.40 Uhr Rosenkranz
18.30 Uhr Abendmesse
Mi 16.5. 8.00 Uhr Frauen- und Müttermesse
(für verstorbene Otylia Mastalska)(66)
9.00 Uhr Frauentreff
14.45 Uhr Kindertanzen
19.30 Uhr Oasenzeit

Do 17.5. 16.00 Uhr Grätzlchor
17.40 Uhr Rosenkranz
18.30 Uhr Vesper und Eucharistie (für alle Verstorbenen)(70)

Fr 18.5. 8,00 Uhr Frühmesse

Sa 19.5. 8,00 Uhr Frühmesse (für verstorbene Fam. Jury)(58)

So 20.5. Pfingstsonntag
9.00 Uhr Hl. Messe